Schultz+Erbse: 100 Jahre Unternehmensgeschichte

Seit 1919 liefert itsme Schultz+Erbse elektrotechnische und mechanische Komponenten sowie Dienstleistungen. Schon immer familiengeführt, hat sich itsme Schultz+Erbse in den letzten einhundert Jahren  zu einem der führenden Zulieferer für die Industrie und den Maschinenbau entwickelt.

 

Von der Gründung zur Weltwirtschaftskrise

Die Gründung erfolgt im Jahr 1919. Nach ersten Geschäftstätigkeiten im Jahr 1918 gründen die Namensgeber Herr Schultz und Herr Karl Hugo Erbse in der Hochstraße in Hagen ihr Unternehmen mit der damaligen Rechtsform einer OHG. Unter anderem bestehen Geschäftsbeziehungen mit dem ehemaligen deutschen Kaiserhaus. Geliefert werden für die damalige Zeit klassische Industrie-Produkte wie zum Beispiel Telegraphenmasten aus Holz oder papierisolierte Kabel.

Bereits im Jahr 1923 steigt  Herr Schultz aus dem Unternehmen aus, der Firmenname bleibt jedoch bestehen. Im Rahmen der Weltwirtschaftskrise deutet sich 1929 ein erstes Mal die Bedeutung größerer Industriebetriebe als Kunden von Schultz+Erbse an. Diese sind wirtschaftlich deutliche stabiler, während der große Kundenkreis kleinerer Unternehmen wie Installateure teilweise einbricht.

Generationswechsel und Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg

Während des zweiten Weltkrieges wird der Firmensitz an der Hochstraße in Hagen ausgebombt. Noch dazu verstirbt wenige Monate später Karl Hugo Erbse im Dezember 1945.  Sein Sohn Ottmar Erbse übernimmt in zweiter Generation die Geschäfte im Alter von gerade einmal 21 Jahren. Unter seiner Regie erfolgt der Wiederaufbau an gleicher Stelle. Die Geschäftstätigkeiten werden zunächst mit starkem Fokus auf den Einzelhandel für weiße und braune Ware sowie Leuchten wieder aufgenommen.

Ausbaus des Industriegeschäftes in den 70er- und 80er-Jahren

Parallel zum Einzelhandel wächst zunehmend das Geschäft mit Industriekunden. Nach Jahren mit teils rasanten Wachstumsraten von über 40% in diesem Bereich wird im Jahr 1978 der Aufbau eines gesonderten Standortes inklusive großem Lager beschlossen. Schließlich wird man – in erster Linie aufgrund der optimalen verkehrstechnischen Anbindung in mitten der Autobahnen A1, A45 und A 46 – an der Feldmühlenstraße 41 fündig. Wenig später werden Einzelhandel & Immobilien  sowie Großhandel in zwei separate Unternehmensformen aufgeteilt. Während der Einzelhandel an der Hochstraße bis zum Jahr 2001 geführt wird, wächst das Industriegeschäft der mittlerweile in dritter Generation durch Manuel Erbse geführten Schultz+Erbse GmbH weiter.

Schultz+Erbse wird itsme: Ausbau des Dienstleistungsangebotes und des Vertriebsgebietes

Im Februar 2010  übernimmt die niederländische, international ausgerichtete itsme-Gruppe die Schultz+Erbse GmbH.  Die Vorzeichen bleiben ähnlich, denn itsme (Akronym: Industrial Technology & Supply for Mechanical & Electrical) ist ebenfalls familiengeführt (Familie Leeflang) und blickt auf eine ähnliche Tradition in der Belieferung elektrotechnischen und mechanischen Industriebedarfes zurück. Dieser Schritt stellt für itsme, nach Gründungen von Landesgesellschaften in Rumänien und Belgien, den logischen Eintritt in den deutschen Markt für die sich zunehmend globalisierenden Kunden dar. Ab 2014 vervollständigt Katalonien/Spanien die heutige itsme-Landkarte.

Bei Schultz+Erbse wird unterdessen das für itsme typische Dienstleistungsangebot (u.a. Schulungen, Reparaturservice, technischer Support durch Ingenieure, etc.) erweitert. Außerdem wird mit Gründung neuer Vertriebsniederlassungen in Leipzig (Oktober 2013) und Hamburg (Februar 2014) das Vertriebsgebiet deutschlandweit ausgebaut. Das ohnehin breite Portfolio rund um Schaltermaterial, Schaltschränke, Beleuchtung, Kabel, Verbindungstechnik und vielem mehr wird insbesondere in den Bereichen der industriellen Automatisierung wie z.B. Linear Motion- und Antriebstechnik sowie Steuerungs-Technik weiter ausgebaut.

Fit for the Future – Zielgerichteter Vertrieb in einer digitalen Zukunft

Entwicklung abgeschlossen? Keinesfalls! Heute findet sich itsme Schultz+Erbse einmal mehr im Wandel wieder. Auf sich im Rahmen von Globalisierung und Digitalisierung nach wie vor wandelnder Kundenanforderungen reagiert auch itsme seinerseits mit Anpassung von Organisation, Prozessen und Systemen. Beispiele sind die anstehende Harmonisierung der Materialwirtschaft der unterschiedlichen itsme-Länder, die Entwicklung eines branchen- und personenbezogenen sowie alle Systeme integrierenden Vertriebsansatzes oder aber die Einführung einer neuen digitalen Plattform.

Vertriebsleiter Jan Lübker sieht in all dem eine logische Entwicklung: „Dank unserer langjährigen Historie mit stetigen Zuwachs von Kunden aus den Bereichen Industrie und Maschinenbau hat sich Schultz+Erbse, ähnlich wie seine Schwesterunternehmen, zu einem der führenden Lieferanten für elektrotechnischen Industriebedarf entwickelt. Die Ausrichtung von itsme passt perfekt zu den Anforderungen unserer Kunden. Das gilt nach wie vor für unser reichhaltiges Lösungsangebot, aber auch für unsere Entwicklung hin zu einem branchen- und personenbezogenen Vertrieb im Mittelpunkt zunehmend digitaler Prozesse. Unsere Historie und Zukunft passen einfach gut zusammen!

Historie und Zukunft werden gefeiert: Am 20. September 2019 wird itsme Schultz+Erbse 100 Jahre alt – und hat noch vieles vor!