Mehr Sicherheit im Brandfall: Europäische Bauproduktenverordnung für Kabel und Leitungen - DIN EN 50575-2017_02

Die europäische Bauproduktenverordnung (BauPVO) 305/2011 legt für alle Mitgliedsstaaten der EU einheitliche und nachprüfbare Vorschriften für die Verwendung von Bauprodukten innerhalb von Gebäuden fest. Ziel ist es, die Sicherheit innerhalb von Gebäuden zu erhöhen. Die BauPVO erfasst seit dem 1. Juni 2016 auch Kabel und Leitungen, die in Bezug auf ihr Brandverhalten klassifiziert werden. Ab dem 1. Juli 2017 sind diese Vorschriften für Hersteller und Anbieter dieser Produkte verbindlich.

Die Umsetzung der BauPVO für Kabel und Leitungen erfolgt in der Norm DIN EN 50575:2017-02 „Starkstromkabel und -leitungen, Steuer- und Kommunikationskabel – Kabel und Leitungen für allgemeine Anwendungen in Bauwerken in Bezug auf die Anforderungen an das Brandverhalten". Nach Prüfung der Produkte von einer notifizierten Stelle erhalten die Kabel eine CE-Kennzeichnung. Der Hersteller bzw. Anbieter muss zudem jedes geprüfte Kabel mit einer Leistungserklärung versehen, die genaue Angaben etwa zum Brandverhalten enthält.

Mit der Aufnahme von Kabel und Leitungen in die Liste der Bauprodukte hat die EU 6 Brandschutzklassen für Kabel definiert – von ACa bis FCa (Ca steht für ‚Cable'). Diese wurden anhand der Kriterien Flammausbreitung und Wärmeentwicklung vergeben. Von nicht brennbar (Aca) und schwer entflammbar (B1Ca, B2Ca, CCa) bis normal entflammbar (DCa, ECa) über leicht entflammbar (FCa). Für weitere Anforderungen wie Rauchentwicklung (s1 und s2), Azidität bzw. Halogenfreiheit (a1) und brennendes Abtropfen (d1 und d2) gibt es jeweils drei zusätzliche Klassen.

Gemäß der BauPVO müssen die Kabel in Abhängigkeit des jeweiligen Sicherheitsbedarfs innerhalb eines Gebäudes ausgewählt werden. So müssen etwa für Bauwerke mit sehr hohen Sicherheitsanforderungen (Krankenhaus) Kabel der Klasse B2Ca verwendet werden. Für Gebäude mit hohem Sicherheitsbedarf (Verwaltungs- und Bürogebäude) kommen Kabel der Klasse CCa zum Einsatz; für Bauwerke mit mittlerem Sicherheitsbedarf die Klasse DCa, mit geringem Sicherheitsbedarf ECa. Kabel der Klasse FCa können in Gebäuden ohne Anforderungen an die Sicherheit eingesetzt werden. Für Kabel und Leitungen ist in Deutschland die Mindestbrandklasse ECa vorgegeben.

Die Umsetzung der BauPVO für Kabel und Leitungen erfolgt in der Norm DIN EN 50575:2017-02 „Starkstromkabel und -leitungen, Steuer- und Kommunikationskabel – Kabel und Leitungen für allgemeine Anwendungen in Bauwerken in Bezug auf die Anforderungen an das Brandverhalten". Nach Prüfung der Produkte von einer notifizierten Stelle erhalten die Kabel eine CE-Kennzeichnung. Der Hersteller bzw. Anbieter muss zudem jedes geprüfte Kabel mit einer Leistungserklärung versehen, die genaue Angaben etwa zum Brandverhalten enthält.

Auch Schultz und Erbse wird die Produkte mit der neuen CE-Kennzeichnung zukünftig an seine Kunden liefern und die geprüfte Leistungserklärung auf Anforderung zur Verfügung stellen.

 

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